Donnerstag, 24. September 2020

        

 


           

     "in_sight2" Verena Landau (Malerei)

                  17.10-31.12.2020

 

                                Römisch-germanisch,2017,ÖlaufLeinwand,190cmx260cm

                   

                     Impressionen der Ausstellung

                              









                         Ausstellungsbilder

       

                   Römisch-germanisch, 2017, Öl/Lwd., 190 × 260cm ( 9.900 €)

 


 
Verzögerung der Kindheit, 2020, Öl/Lwd., 30 × 40 cm 
(1.500 €)

                         Verbrechen der Kindheit, 2020, Öl/Lwd., 30 × 40 cm (1.500 €)
 
                                                      Versprechen der Kindheit 12
, 2020, Öl/Lwd, 30 × 40 cm (1.500 €)

 

amour 01, 2015, Öl/Lwd, 55 × 97 cm
   (3.300 €)


                 Trompe, 2019, Öl,Eitempera,Lwd, 260 × 150 cm (9.000 €)

 

                 Zwilling, 2018, Öl,Eitempera,Lwd, 60 × 100 cm  (3.500 €)

 

                                          Tour 02 (ForgottenHoliday), 2019, Öl,Eitempera,Lwd, 70 × 40 cm 

                                                        ( 2.400 €)

             Verzögerung der Kindheit, 2020, Öl/Lwd., 30 × 40 cm (1.500 €)


                               Versäumnis der Kindheit, 2020, Öl/Lwd., 30 × 40 cm (1.500 €)
                                                  Verblassen der Kindheit, 2020, Öl/Lwd., 30 × 40 cm (1.500 €)

                              Vertreibung der Kindheit, 2020, Öl/Lwd., 30 × 40 cm ( 1.500 €)                            Versprechen der Kindheit 07, 2017, Öl/Lwd., 30 × 40 cm (1.500 €)
                         Versprechen der Kindheit 13, 2020, Öl/Lwd, 30 × 40 cm (1.500 €)
                         Versprechen der Kindheit 02, 2017, Öl/Lwd., 30 × 40 cm (1.500 €)
                         Versprechen der Kindheit 02, 2017, Öl/Lwd., 30 × 40 cm (1.500 €)  

                        Tour 01 (Sammara), 2019,Öl,Eitempera,Lwd, 70 × 40 cm (2.400 €)


Öffnungszeiten:Do-FR-/14-17h+nach Vereinbarung

Coelner Zimmer/Shows and Exhibitions

Schirmerstr.39,40211 Düsseldorf 

info@coelner-zimmer.de/www.coelner-zimmer.de

 

"in_sight2"

Die Werkgruppe »in_sight« beschäftigt sich mit Orten des öffentlichen Lebens, an welchen etwas präsentiert wird oder an denen sich etwas präsentiert. Hiermit knüpfen die Arbeiten an Landaus langjährige malerische Untersuchung von Personen im Verhältnis zum architektonischen Raum an.

»Landau wählt als Orte für ihre Ein-Sichten Präsentationsräume im weitesten Sinn: öffentliche Stätten als absichtsvoll inszenierte Offerten an die Wahrnehmung, entsprechend aufgeladen mit Sinn und Funktion: vom Museum über landschaftliche Architektur bis zum botanischen Garten. Die Botschaft des Objekts an die Figur wird in den Malereien zum Ausgangspunkt einer komplexen Beobachtungssituation. Landau zeigt, wie sich die gerichtete Betrachtung auflöst und zu einem unsichtbaren Netz aus Blickachsen und Gedankenlinien weitet. Offensiv oder instinktiv beobachten die Figuren neben dem Objekt ebenso sich selbst, ihre Umgebung, den Nächsten, dessen Beobachtung und weiter. Das löst im Bildgeschehen Spannungen aus, die Landau zur Bedingung und zum Thema der Werkserie »in_sight« entwickelt.«

(Tina Simon in: »in_sight. Ein Plädoyer für den zufälligen Moment und seine tieferen Einsichten«, hg. Josef Filipp Galerie / Verena Landau, 2017)

Bei »Römisch-germanisch« treffen die Blicke der von oben ins gleichnamige Kölner Museum Schauenden auf die realen Personen im Coelner Zimmer. In der gegenüber hängenden großformatigen Malerei »Trompe« fotografiert eine Frau im Berliner Neuen Museum alte Strukturen an einer Wand, worin sich Landschaften oder Karten eröffnen…

 

 

Für den angrenzenden Raum hat Verena Landau zwei neue kleinformatige Bildserien konzipiert und gemalt:
»Versprechen der Kindheit« und »Vergessen der Kindheit«. Für die erstere sammelte Landau in einer fotografischen Spurensuche Sehnsuchtsorte. Bei den zentralen Architekturen aus verschiedensten Epochen handelt es sich um Pavillons und Castelle, aber auch Zelte oder Karusselle. Sie besitzen als Gemeinsamkeit keine rechtwinkligen Grundrisse, sondern einen sechseckigen, achteckigen oder zehneckigen. Atmosphärisch sind diese Orte von einer bilderbuchartigen Schönheit mit einer kindlich-verklärten Weltsicht geprägt, teilweise erinnern sie an De Chirico’s ›Pittura Metafisica‹.

Die zweite Serie weist von den Motiven her Analogien auf, hier geht es jedoch um Orte, an welchen die Schönheit verschwindet. Sie wird verfremdet oder verhindert, es geht um Prozesse der Verdrängung oder Verwahrlosung.
Zu den beiden gegenüber gestellten Malerei-Serien entstand eine Postkartenedition:
12 Motive in einer handgebundenen signierten Mappe (Auflage: 30).

Die Edition dokumentiert die beiden Serien, zugleich ist sie ein Plädoyer für das Schreiben und Versenden von Ansichtskarten in Zeiten einer immer digitaler werdenden Kommunikation – mit Herzlichen Grüßen aus Orten, an denen man nie gewesen ist…

 

 

Kurzvita Verena Landau

 

Verena Landau, geboren 1965 in Düsseldorf, lebt und arbeitet freischaffend in Leipzig.

Von 1994 bis 1999 studierte sie Malerei / Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Arno Rink, Neo Rauch und Wolfram Ebersbach. Im Jahr 2003 erhielt sie ein Stipendium der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. Seit 2008 ist sie künstlerische Mitarbeiterin am Institut für Kunstpädagogik der Universität Leipzig.

Ihre Arbeiten wurden u.a. gezeigt im Museum der bildenden Künste, Leipzig, der Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig, im Deutschen Historischen Museum Berlin, im Museum Krolikarnia-Palais Warschau (Polen), im Muzeul de Artă, Timisoara (Rumänien) und im Visual Arts Museum, New York.

 

Aktuelle und kommende Ausstellungen 2020:

»in_sight«, Coelner Zimmer, Düsseldorf (solo)

»Hotel Merano«, Kunstverein Meerane (solo)



Die Ausstellung wird nach den geltenden Coronabestimmungen abgehalten.

Maskenpflicht im Raum. 

Freitag, 31. Juli 2020

         

News im Coelner Zimmer
Das Coelner Zimmer hat wieder geöffnet.
Aktuell zeigen wir Arbeiten von:Ted Green (Malerei),Erika Anna Schumacher (Fotografie),Inessa Emmer (Holzschnitt),
Philipp Hennevogl(Linolschnitt),Michael Falkenstein(Holzschnitt)

Öffnungszeiten: Freitags 15-18h+ nach Vereinbarung (0171/1911160+
                info@coelner-zimmer.de


                                   

                     
  Augur,Ted Green, 2018 Öl, Acryl und Sprühlack / Leinwand



                            Nibble,2020,50 x 80 cm Öl&Sprühlack Leinwand











Dienstag, 7. Januar 2020

                                      



                           

 

 

 

                    Gravure 4   




                                                                
              Finissage + Künstlergespräch  So 8.3/15h



                     Next Show im Coelner Zimmer      
  
                            
                             Gravure 4
              

                                                


           Holzschnitt/Linolschnitt


       Inessa Emmer/Michael Falkenstein/
       Philipp Hennevogl/Roman Klonek 

                                    24.1.2020-7.3.2020

                    Vernissage. FR. 24.1.2020 | 19 h

          Einführung in die Ausstellung :Johannes auf der Lake 
 

Öffnungszeiten. Do.– Fr. | 15 –18 h + nach Vereinbarung

Coelner Zimmer| Schirmerstraße 39| 40211 Düsseldorf | Mobil. 0171.1911160

info@coelner-zimmer.de | www.coelner-zimmer.de | 

Facebook + Instagram:coelner-zimmer   

 

Michael Falkenstein


Wenn wir uns den Bildwerken von Michael Falkenstein zuwenden, fällt zunächst auf, dass es sich, zumindest soweit ich seine Sachen kennengelernt habe, ausschließlich um Holzschnitte handelt.

Die gängige Reihenfolge beim Druckverfahren ist: Das Erstellen einer Druckvorlage, in diesem Fall das Schnitzen des Motivs in den Druckstock aus Holz, Aufbringen der Druckerfarbe, mit deren Einsatz möglichst viele gleichartige Abdrucke auf Papier gemacht werden.

Dass es bei Michael Falkenstein anders läuft, sieht man sofort, denn er präsentiert nicht nur Drucke auf Papier, sondern bisweilen auch die Druckstöcke. Die beiden Portraits, die Sie vielleicht schon im Gang parallel zum Kirchenschiff gesehen haben, sind bisher nur als Druckstöcke vorhanden, das heißt, es wurden noch keine Abzüge auf Papier gemacht. Während des Hängens dieser beiden Portraitbilder, meinte Michael Falkenstein, er wüßte gar nicht, ob er überhaupt Abzüge davon machen solle.

Das bedeutet, die richtige Beschreibung seiner Kunst wäre, dass Falkenstein Reliefe macht und davon des öfteren auch druckt.  Das finde ich ganz wunderbar, denn die übliche Hierarchie, die Druckplatte sozusagen als Sklave des gedruckten Bildes, nach getaner Arbeit zu vernichten, wird hier einfach ausgesetzt. Hier darf der Sklave auch der Master sein.  Meistens gibt es von der aufwendig geschnitzten Platte nur drei Abzüge, was so wenig ist, dass man innehält. Falkenstein scheint seine Technik zur Verknappung und zur Verlangsamung von Bildern zu verwenden. Sein krumpeliges Geschnitze, (eine Formulierung, die er so sehr mochte, dass er mich bat, sie unbedingt im Einführungstext zu verwenden), ist überaus detailreich, ganz gleich, ob er sich einem Wasserfall oder einem modularen Sythesizer widmet. Insbesondere das, was schnell wieder weg ist, hält er fest: Wasserspritzer, einen flüchtigen Blick, temporäre Steckverbindungen von Kabeln, die eine Sekunde später wieder aus den Buchsen gezogen werden und niemals wieder so auf dem Fussboden zu liegen kommen, wie dieses eine Mal.  Mir scheinen seine Werke auch so eine Art Anti-Handy-Knips-Bilder zu sein. Den tausenden von Fotos, die während eines Konzertes gemacht werden, stellt er sein   e i n e s  Blld gegenüber. In Schwarzweiß, krumpelig, eine in Holz gehauene Pause, damit wir wissen, dass es diesen Augenblick wirklich gegeben hat und dass es egal ist, wohin wir unseren Blick heften. Der Boden zu unseren Füßen hat uns genau soviel zu erzählen, wie der Himmel über unseren Köpfen.

Text: Christian Deckert

Roman Klonek 

Roman Klonek repräsentiert in der zeitgenössischen Kunstszene, die von der Vielfalt der digitalen Möglichkeiten stark beeinflußt ist, die traditionelle Drucktechnik „Holzschnitt“.
Betrachtet man Kloneks Werk, erkennt man rasch seine Vorliebe für sehr reduzierte Formen und oft tierähnliche Wesen, die zuweilen an die Geburtsstunde des Comics erinnern.
Die Charaktere, die seine Welt bevölkern, sind alles andere als Superhelden. Vielmehr könnte man sie als Versuchskaninchen bezeichnen, die im Labor des Zeichners auf ihre Bestimmung warten. Dieser hält die Fäden in der Hand, stellt seinen Protagonisten Fallen, legt Fettnäpfchen aus und beobachtet dann, gemeinsam mit dem Betrachter, was wohl passiert.
  
         


Inessa Emmer 

Phantasievolle Landschaften aus dem Holzschnitt   

Inessa Emmer kreiert traumhafte Bilder, die mit unserer Sehgewohnheit spielen. Landschaftsbilder, Tierporträts und Stillleben, die in ihrer Kombination keinen logischen Sinn ergeben. Dieser Reiz des Surrealen in der Kombination von Technik und Farben verführt den Betrachter in eine mysteriöse Bildwelt. Das Resultat ihrer Arbeiten sind große figurative Bilder, die vor allem durch leuchtende Farben anziehen und innerhalb einer klaren Komposition überzeugen. 

Emmers Kunst ist durch skulpturales Formdenken geprägt. Die Künstlerin entwickelt ihre Bildideen aus verschiedenen Charakteren. Sie schneidet mit mühevoller Feinarbeit einzelne Druckstöcke zu Figuren. Die Druckplatten presst sie mit ihrem Körper auf die Leinwand. Alle Motive im Bild sind additiv durch den Holzschnitt aufgetragen. Die verschiedenen Farben druckt die Künstlerin mehrfach übereinander auf den Nesselstoff. Das Kolorit verteilt sich dadurch nicht gleichmäßig auf der Leinwand, sondern erzeugt ein lebendiges Muster verschiedener Farbnuancen. Charakteristisch für ihre Holzschnitte ist die Kombination zweier Schneidetechniken. Zum einen verwendet sie Hohleisen, um die Figuren ins Holz zu schneiden und zum anderen fertigt sie mit einer Säge Stempel für die plakativen Teile des Werkes an. Die Grundkomposition des Bildraumes legt Inessa Emmer zuvor fest, auf dem Sie die Motive spielen lässt.

Maritime Szenen, Graslandschaften und Closeups. In ihrer Kontemplation inszeniert die Künstlerin eine geheimnisvolle Geschichte. Emmer überführt Tiere in menschliche Rollen. Sie fischen und fliegen, sie zeigt Aktivitäten aus der Freizeit. Es erscheinen Brüche in den Figurengruppen. Dinge passen nicht zusammen und irritieren den Betrachter. Auf humorvoller Weise lässt die Künstlerin unmögliche Dinge geschehen. Wo befinden wir uns hier? Ist dies noch Teil unserer Realität? Die surrealistisch anmutenden Holzschnitte folgen in ihrer Gesamtkonzeption keiner narrativen Logik. Inessa Emmer verstärkt den surrealen Bruch durch eine ungewohnte Titelwahl, wie z.B.: „Autobahnausfahrt, Saure Sahne oder Topfschlagen“ lassen das Bild in einem anderen Licht erscheinen. In welcher Beziehung knüpft der Titel an den Motiven an? Hier beginnt das Rätsel der Bildwelten der Künstlerin. Ihre Figuren stammen aus ihrem heimatlichen Umfeld und Erinnerungen ihrer Vergangenheit, die bis heute zur Inspiration dienen.
Die Holzschnitte von Inessa Emmer bestechen durch eine lebendige Figurenauswahl in Kombination einer besonderen Farbgebung. Ihre schlichten Kompositionen kontrastieren mit einer dynamischen Farboberfläche und rätselhaften Motiven. Ihre narrativen Bilder zeigen eine phantasievolle Welt, die Freiraum für individuelle Interpretationen zulässt. Text Wilko Austermann
 
 
   
   


Philipp Hennevogl

In seinen feinstrukturierten und detailgenauen Linolschnitten zeigt sich Philipp Hennevogl als Beobachter des zeitgenössischen Altagslebens und dessen spezifischer Gegenstandswelt.Sein herausragendes und druckgrafisches Werk fasziniert mit urbanen Altagsszenerien ebenso wie mit nah gesehenen Natureinblicken und großformatigen Landschaften.Philipp Hennevogls Arbeiten sind in bedeutenden Sammlungen vertreten(MMK Frankfurt,Städl Frankfurt,Staatliche Museen Kassel,Investitionsbank Berlin,ING Brüssel,Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (Auswahl)

                                        Impressionen  der Ausstellung