Mittwoch, 8. November 2017






Coelner Zimmer

                                                                              
zeigt im Rahmen der "Digitalen Düsseldorf"

                      REINTERPRETING


                           
                     (Mixed Media,Installation)




von

 Gerald Schauder





Matineé Sonntag 19.11.2017 /11h


Begrüßung und Einführung in die Ausstellung: Rainer Rehfeld



Ausstellungsdauer:10.11-14.1.2018


Öffnungszeiten: Donnerstags +Freitags  16-19h

& nach Vereinbarung info@coelner-zimmer.de/0171 1911160

Coelner Zimmer Schirmerstr.39 40211 Düsseldorf
www.coelner-zimmer.de + die-digitale.net

Facebook: https://www.facebook.com/coelner.zimmer


Der Inhalt eines Mediums ist ein anderes Medium – so lautete
bekanntlich eine These von Marshall McLuhan. Beim Anblick
von Gerald Schauders Arbeiten zu Hans Richters Filmen der 
1920er Jahre mag man sich daran erinnert fühlen.
Sie eröffnen einen erstaunlichen Reigen der Verwandlung.
Eins  bringt das andere hervor: Film wird Skulptur,
Oszilloskopengraph und Tabelle, auch Legostein und Ton, aus dem das Ausgangsbild erneut entsteht usw. Die Medien generieren und befragen einander. Nicht von ungefähr steht Schauders Skulptur23 auf einem Sockel, der wiederum eine Skulptur ist usw. Bei diesem Spiel der Verwandlungen kommt es einerseits auf technische Genauigkeit an,andererseits bedarf es einer gewissen Obsession, ohne die so etwas nicht zu machen ist. Gerald Schauder hat beides auf seiner Seite. In jahrelanger akribischer Arbeit hat er seine Ideen verfolgt und nicht davon abgelassen. Im Zuge dieser Auseinandersetzungen ist er zu einem ausgewiesenen Kenner der frühen Filme Hans Richters geworden, die er künstlerisch befragt. Auch dieser Punkt ist wichtig.
Gewiss steckt viel an theoretischer Arbeit darin, doch steht am Ende kein Buch,sondern ein neues Kunstwerk, das andere Werke befragt. Schauder selbst spricht in skeptischer Nüchternheit von seinen Arbeiten; davon soll man sich jedoch nicht täuschen lassen. Denn die Konstellationen, die hier entstanden sind, sprechen eine andere Sprache.
Sie haben den surrealistischen Überschuss, der allen Metamorphosen eignet. Was also könnte die nächste Wendung sein?



The content of a medium is another medium – so says a well-known proposition by Marshall McLuhan. Looking at Gerald Schauder’s works on Hans Richter‘s films of the 1920s one feels reminded of this.They open up a remarkable range of transformation.One brings forth the other: film becomes sculpture, oscilloscope and spread sheet, even Lego bricks and sound from which the original image is formed yet again.
The media generate and question each other. It is not by chance that Schauder’s Skulptur23 stands on a base which again is in itself a sculpture. This game of transformations depends, for one, on technical accuracy, but it also requires a certain degree of obsession,without which such an endeavour is hardly possible. Gerald Schauder has both on his side.
Over years of painstaking work he has developed his
ideas without letting up. Over the course of these deliberations he has become a proven expert on the early films of Hans Richter, which he questions artistically. This aspect is equally important. Sure,a lot of theoretical work has gone into this, but at the end, the result is not a book but a new work of art which calls into question
the other works. Schauder himself speaks of his work with a sceptical sober-mindedness.One should not be deceived by this, however, for the constellations that have emerged here speak a different language. They have the surrealist excesses that pertain to all metamorphoses.So what might be the next twist?

Text by Prof. Dr Peter Bexte


  

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