Dienstag, 22. November 2016

                 

Coelner Zimmer

                                                                               
zeigt

                           "Random Flowers"


                             Fotoarbeiten


 von

                       Felix Dobbert


                         

 Finissage + Künstlergespräch

                          Sonntag 15.1.2017

                                 15h
                             
                             










        Ausstellungseröffnung:Donnerstag,8.12.2016 19:00h





Begrüßung und Einführung in die Ausstellung: Rainer Rehfeld

Ausstellungsdauer:8.12.2016-15.1.2017

Sonderöffnungszeiten: Freitag 9.12 + 16.12.2017 /16-19 h

ÖffnungszeitenDonnerstags 16-19 h

& nach Vereinbarung info@coelner-zimmer.de/0171 1911160

Coelner Zimmer Schirmerstr.39 40211 Düsseldorf



Facebook: coelner zimmer


Text zur Arbeit von Felix Dobbert

Ausgehend von seiner fotografischen Diplomarbeit „still under construction“ (Folkwang UdK , 2004) beschäftigt sich Felix Dobbert seit mehren Jahren mit dem Genre Stillleben.

„Entgegen der Vorbilder klassischer Stillebenmalerei, in denen die abgebildeten Objekte, Speisen, Tafelgeschirre, Blüten und Früchte etc. Rückschlüsse auf den sozialen Status, die gesellschaftlichen Gepflogenheiten und auch religiöse Vorschriften erlaubten, erscheinen die Gegenstände bei Dobbert einzig als Mittel zum Zweck. Im Brennpunkt des künstlerischen Interesses steht die Frage nach der Beziehung von Objekt und Raum, die mit mathematisch anmutenden Kompositionen ausgelotet wird. Das Verhältnis der Gegenstände untereinander ist dabei ebenso bedeutsam wie die Beziehung des Ensembles zum Raum.“1

„Die von ihm gruppierten und photographischen Gegenstände verleugnen ihren profanen Ursprung nicht. Die provozierte Spannung entsteht weniger durch die Überhöhung der einzelnen Objekte, als vielmehr durch ihre Positionierung im bewusst begrenzten Raum und die Irritation durch Spiegelungen oder Überlagerungen.“2

In seiner 2014 entstandenen Serie „Some Flowers“ widmet sich Felix Dobbert erstmals Blumen, einem durchaus traditionellen Bildmotiv des Genres Stillleben. Allerdings fügt sich hierbei die Blüte wie ein artifizielles Objekt in ein minimalistisches Set aus Kunststoffprodukten ein. Das ganze Arrangement stellt eine strenge Komposition dar, deren grafische Räumlichkeit Bestandteil dieser ist.  

Mit „Random Flowers“, 2016, greift der Künstler nochmals Hortensien als Stillebenobjekt auf. Diesmal geraten sie jedoch in äußerste Dynamik, scheinen zu springen und Pirouetten zu drehen. Die additiven, wie subtraktiven Deformationen, die verstörend hervortreten entstehen im Moment der Aufnahme und wurde nicht nachträglich hinzugefügt. Erstaunlicherweise führen diese Brüche nicht zum Bruch der Ästhetik, sondern machen diese nur noch spannungsreicher.



           
1) Josefine Raab, Kunsthistorikerin und Initiatorin von „gute aussichten“, 2004

2) Denis Brudna, Photonews 03/2006, anlässlich des Kodak Nachwuchs Förderpreises

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