Dienstag, 21. März 2017





Coelner Zimmer

                                                                              
zeigt

                         "Camouflage"


                  Neue Arbeiten (Objekte,Zeichnungen)


 von

                     Carolin Schreier


Vernissage:Freitag 31.3.2017 /19h


Begrüßung und Einführung in die Ausstellung: Rainer Rehfeld

Ausstellungsdauer:31.3-21.5.2017

ÖffnungszeitenMo-Do 14-19h

& nach Vereinbarung info@coelner-zimmer.de/0171 1911160

Coelner Zimmer Schirmerstr.39 40211 Düsseldorf
www.coelner-zimmer.de

Facebook: coelner zimmer

Infotext zur Arbeit von Carolin Schreier
Kleben zählt zu einer der ältesten und wichtigsten Kulturtechniken der Menschheit. Carolin Schreier macht sich diese Technik In Ihren Arbeiten zunutze indem Sie  Objekte aus Klebeband anfertigt. Einem flexiblen und leichten Material, das in jedem Büroraum wiederzufinden ist – ein Alltagsgegenstand. Aus zahllos übereinander geschichteten Streifen von Klebeband entstehen intensiv-farbige Kleidungsstücke mit verschiedenen Oberflächenstrukturen. Einige sind glatt und halbtransparent, andere in sich verwoben und strukturiert. Auch hinsichtlich der Größe gibt es Unterschiede. So ist ein roter Bikini in Uebergröße gefertigt, während ein Zweiteiler eindeutig zu klein bzw. eng erscheint. Damit ist ein Bezug zu dem Thema des Unpassenden hergestellt. Aufgrund der Größe und des Materials werden die Kleidungsstücke ihrer Funktion nicht gerecht und konterkarieren diese. Carolin Schreier hat an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig studiert, einer renommierten Schule, die vor allem grafisch ausgerichtet ist. So legt auch die Künstlerin bereits im Studium ihren Schwerpunkt auf die Zeichnung, da dieses Medium unmittelbar und direkt ist. Sie arbeitet anfangs figürlich und wird später zunehmend abstrakter. In den hier gezeigten Zeichnungen werden Details aus der Umgebung aufgegriffen, bspw. Ausschnitte von Gegenständen und Räumen. Diese sind jedoch als solche nicht zu erkennen, da sie nur in Fragmenten dargestellt werden. So entsteht ein Sammelsurium von nebeneinander stehenden abstrakten Formen, die ineinander greifen und schließlich ein großes Ganzes bilden, ein Netzwerk aus Formen und Linien. Der Betrachter kann, je länger er die Arbeiten betrachtet, immer mehr entdecken. Die präzise ausgeführten feinen Zeichnungen leben durch ihren Kontrast zwischen Hell und Dunkel, Verdichtung und Leere. Sie treten in Dialog mit den intensiv-farbigen Objekten Klebeband.

Dienstag, 24. Januar 2017



COELNER - ZIMMER

zeigt


"UNIQUE NO.5"

mit

Stefanie Pluta & Diana Artus

Finissage


Sonntag 19.3.2017 um 15h


Fotografie,Installation,Collage,Objekt

  Künstlergespräch am So.5.2 um 14h

Impressionen der Ausstellung





Vernissage FR.3.2 18h
Einführung Rainer Rehfeld

Öffnungszeiten während des Photoweekends
SA.4.2  12-19h
So.5.2  13-18h /14h Artisttalk

Öffnungszeiten allgemein
Donnerstags 16-19h
und nach Vereinbarung
www.coelner-zimmer.de

Infos zu den Künstlerinnen und Ihren Arbeiten

Stefanie Pluta  aus Köln und Diana Artus aus Berlin 
stellen erstmalig im Coelner Zimmer aus.
Pluta wird Ihre fotografische Rauminstallation "here"
präsentieren während Artus aus 3 unterschiedlichen Serien 
Arbeiten präsentieren wird 
( u.a  Arbeiten aus Ihrer ins dreidimensionale gehende Serie"Bump")

Diana Artus

Geboren 1974 in Bad Salzungen (Thüringen).
Lebt und arbeitet in Berlin.
Ausbildung
2008–2010 Meisterklasse (bei Prof. Joachim Blank), Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Titel Meisterschülerin 
2000–2007 Studium Fotografie und Medienkunst (bei Prof. Joachim Brohm und Prof. Joa-chim Blank), Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Diplom Bildende Kunst
1993–2000 Studium Germanistik und Geschichte, Universität Leipzig, Magisterabschluss (M. A.) 
Stipendien / Preise
2016 Arbeitsstipendium Bildende Kunst des Berliner Senats2015 Globalstipendium des Berliner Senats für einen Aufenthalt in Südkorea
2013 Nominierung 11. Kunstpreis Haus am Kleistpark, Berlin
2013 Nominierung 1. Berlin Art Prize
2012 Arbeitsstipendium der Kulturstiftung Sachsen
2008 Atelierstipendium der Kulturstiftung Sachsen für New York
2002-2010 Studienstipendium Begabtenförderung der Heinrich-Böll-Stiftung 
1999 Recherchestipendium des Deutsch-Französischen Jugendwerks für Paris
1994 Förderpreis des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen
Artist Residencies 
2015 3-monatige Artist Residency, Seoul Art Space Geumcheon
2008 6-monatige Artist Residency, ISCP New York 
2004 3-monatige Artist Residency, Hangar Art Centre Barcelona


Kurztext



Die in Berlin lebende Künstlerin Diana Artus beschäftigt sich insbesondere mit der Wahrnehmung des urbanen Raums, dessen Vorstellungsbildern sowie der Wechselwirkung von Stadt und Stimmung. Die Fotografie bildet den Ausgangspunkt ihres kreativen Prozesses, dessen Resultate – skulpturale Bildobjekte und Bilder von Bildern – als surreale Neuinterpretationen urbaner Phänomene und architektonischer Körper gelesen werden können. Die Künstlerin erweitert und überschreitet dabei permanent die Grenzen des fotografischen Mediums, indem sie digitale fotografische Vorlagen in originale Bildobjekte mit analogem Unikatcharakter transformiert.

here - Stefanie Pluta
Die fotografische Arbeit here zeigt Fotografien von Graffiti und Scratchings, gefunden an den Wänden des
Kölner Doms. Die fotografierten Zeichen können als Mischform aus Text und Bild betrachtet werden, sie
oszillieren stets zwischen dem Abstrakten und Konkreten. Mal sind sie eindeutig, verweisen auf Namen, Daten,
Orte oder Liebes- und Freundschaftsbeziehungen, mal wirken sie wie ungegenständliche Zeichnungen.
An manchen Stellen verdichten sie sich durch ihre bloße Anzahl zu voluminösen Bildern der Überlagerung
und werden so zu Bildern ohne individuelle, künstlerische Absicht. Als Bindeglied zwischen Innen- und
Außenraum und zwischen privatem und öffentlichen Raum dient die Wand als Medium für die Graffiti. Die
Oberflächen der Wände sind einer kontinuierlichen Veränderung ausgesetzt, sie bestehen aus vielen, übereinander
liegenden Schichten von Zeichen, die immer wieder erneuert, überschrieben, entfernt werden. Spuren
davon bleiben jedoch im Material ähnlich einem Gedächtnis gespeichert.

Stefanie Pluta ist Absolventin der Folkwang Universität der Künste Essen, studierte ein Jahr im Photo Global
Programm an der School of Visual Arts (SVA) in New York und schloss 2015 im Postgraduiertenprogramm der
KHM Köln bei Mischa Kuball und Johannes Wohnseifer ab.
Einzelausstellungen(Auswahl)
2017 Unique No. 5 (mit Diana Artus), Coelner Zimmer, Düsseldorf
2017 Urban Peep Show, Baustelle Schaustelle, Essen
2016 Time Capsule,Verteilerebene, Folkwang Universität Essen
2015 Scenario for a Crystal, Walzwerk Null, Düsseldorf
2012 Seeing the Elephant, Kunstverein Bobingen
Gruppenausstellungen (Auswahl)
2016 Wir wollen mal nicht übertreiben, Projektraum im Kunstwerk, Köln
2015 Are you series? Sammlung Philara, Düsseldorf
2015 Die Grosse, Museum Kunstpalast, Düsseldorf
2014 fest.flüssig.flüchtig. Ein Ort im Prozess, ehemaliges Stadtarchiv, Köln
2014 Zweiundzwanzig Minus Eins, Wirtschaftsministerium, Düsseldorf
2013 Perspektiven auf den Ausstellungsraum, Simultanhalle, Köln
2013 Videonale Parcours, Kameha Grand Hotel, Bonn
2010 Augenblicke – Fotografie im öffentlichen Raum, Essen
2009 New Releases, Visual Arts Gallery, New York
2009 Bermuda, temporäre Galerie Orchard Street, New York
2009 Onward, Project Basho, Philadelphia
2007 Wallenstein, Kindl–Halle, Berlin
2007 Fotosommer Stuttgart, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart
Stipendien/Förderungen
2016 Projektförderung für Einzelausstellung durch die Kunststiftung NRW
2014 Atelierstipendium Stiftung Kunstdepot, Göschenen, Schweiz
2012 Workshop Stipendium mit Lothar Baumgarten, Fundacion Botin, Santander
2008 Photo Global scholarship für zehnmonatige Künstlerresidenz in New York
2007 Weldekunstpreis, Nachwuchspreis

Dienstag, 22. November 2016

                 

Coelner Zimmer

                                                                               
zeigt

                           "Random Flowers"


                             Fotoarbeiten


 von

                       Felix Dobbert


                         

 Finissage + Künstlergespräch

                          Sonntag 15.1.2017

                                 15h
                             
                             










        Ausstellungseröffnung:Donnerstag,8.12.2016 19:00h





Begrüßung und Einführung in die Ausstellung: Rainer Rehfeld

Ausstellungsdauer:8.12.2016-15.1.2017

Sonderöffnungszeiten: Freitag 9.12 + 16.12.2017 /16-19 h

ÖffnungszeitenDonnerstags 16-19 h

& nach Vereinbarung info@coelner-zimmer.de/0171 1911160

Coelner Zimmer Schirmerstr.39 40211 Düsseldorf



Facebook: coelner zimmer


Text zur Arbeit von Felix Dobbert

Ausgehend von seiner fotografischen Diplomarbeit „still under construction“ (Folkwang UdK , 2004) beschäftigt sich Felix Dobbert seit mehren Jahren mit dem Genre Stillleben.

„Entgegen der Vorbilder klassischer Stillebenmalerei, in denen die abgebildeten Objekte, Speisen, Tafelgeschirre, Blüten und Früchte etc. Rückschlüsse auf den sozialen Status, die gesellschaftlichen Gepflogenheiten und auch religiöse Vorschriften erlaubten, erscheinen die Gegenstände bei Dobbert einzig als Mittel zum Zweck. Im Brennpunkt des künstlerischen Interesses steht die Frage nach der Beziehung von Objekt und Raum, die mit mathematisch anmutenden Kompositionen ausgelotet wird. Das Verhältnis der Gegenstände untereinander ist dabei ebenso bedeutsam wie die Beziehung des Ensembles zum Raum.“1

„Die von ihm gruppierten und photographischen Gegenstände verleugnen ihren profanen Ursprung nicht. Die provozierte Spannung entsteht weniger durch die Überhöhung der einzelnen Objekte, als vielmehr durch ihre Positionierung im bewusst begrenzten Raum und die Irritation durch Spiegelungen oder Überlagerungen.“2

In seiner 2014 entstandenen Serie „Some Flowers“ widmet sich Felix Dobbert erstmals Blumen, einem durchaus traditionellen Bildmotiv des Genres Stillleben. Allerdings fügt sich hierbei die Blüte wie ein artifizielles Objekt in ein minimalistisches Set aus Kunststoffprodukten ein. Das ganze Arrangement stellt eine strenge Komposition dar, deren grafische Räumlichkeit Bestandteil dieser ist.  

Mit „Random Flowers“, 2016, greift der Künstler nochmals Hortensien als Stillebenobjekt auf. Diesmal geraten sie jedoch in äußerste Dynamik, scheinen zu springen und Pirouetten zu drehen. Die additiven, wie subtraktiven Deformationen, die verstörend hervortreten entstehen im Moment der Aufnahme und wurde nicht nachträglich hinzugefügt. Erstaunlicherweise führen diese Brüche nicht zum Bruch der Ästhetik, sondern machen diese nur noch spannungsreicher.



           
1) Josefine Raab, Kunsthistorikerin und Initiatorin von „gute aussichten“, 2004

2) Denis Brudna, Photonews 03/2006, anlässlich des Kodak Nachwuchs Förderpreises